Fortbildungen – Institut für Musiktherapie

Das Freie Musikzentrum fördert seit seiner Gründung die therapeutische Anwendung von Musik. Musiktherapie wird in Selbsterfahrungskursen, Fort- und Weiterbildungsseminaren, der jährlichen Musiktherapie-Tagung und der berufsbegleitenden Ausbildung von langjährig erfahrenen Musik­thera­peuten fachkundig und in persönlicher Atmosphäre vermittelt. Das Freie Musikzentrum ist mit seinem umfangreichen Seminarangebot und seinen hochqualifizierten Dozent:innen ein einzigartiges und international anerkanntes Institut musiktherapeutischer Weiterbildung.

Für die Interessierten aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufsfeldern bieten wir praxisnahe Kurse zur Einführung und Selbsterfahrung an, die auch allen anderen Interessierten offen stehen. Daneben bieten wir zur fachlichen Qualifizierung für bereits berufstätige Musiktherapeut:innen berufsspezifische Seminare, eine dreiteilige Seminarreihe und berufsspezifische Zusatzqualifikationen an.

Zusätzlich bieten wir approbierten Psychotherapeut:innen, die ihr Repertoire durch musiktherapeutische Interventionsmöglichkeiten erweitern wollen, ein Weiterbildungsangebot an.

Fortbildungspunkte
Musiktherapeut:innen, approbierte Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen beachten bitte die Hinweise auf Fortbildungspunkte der Bayerischen Psychotherapeutenkammer sowie der DMtG bei den einzelnen Seminaren.

32. Fachtagung Musiktherapie – Online-Teinahme möglich

Freies Musikzentrum e. V. München

Die diesjährige Fachtagung Musiktherapie ist in Präsenz ausgebucht. Wegen des großen Interesses richten wir eine beobachtende Online-Teilnahme ein. Die Gebühr für die Online-Teilnahme ist 80 Euro. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Kursnummer 23HF104 an.
>> zur Fachtagung

Das Weiterbildungsangebot gliedert sich in:

>> Offene Seminare mit allgemeinen Einführungskursen für Interessierte
>> Berufsspezifische Fachseminare für Musiktherapeut:innen
>> Zusatzqualifikationen
>> Weiterbildungen für approbierte Psychotherapeut:innen
>> Jährliche Musiktherapie-Tagung 2024
      32. Fachtagung »Hören, Spüren und Bedenken – Mentalisieren in der Musiktherapie«
>> Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie (BWM)

Musiktherapie – Seminare und Zusatzqualifikationen:
Silke Siebert: ssiebert@freies-musikzentrum.de

Musiktherapie – Berufsbegleitende Ausbildung BWM:
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de
Dr. Andreas Wölfl: awoelfl@freies-musikzentrum.de

Vor Besuch eines Kurses ist eine Anmeldung erforderlich.
Es sei denn, es ist beim Kurs ausdrücklich anders vermerkt z.B. Contact Jam.

Für Kursbuchungen folgen Sie bitte dem Button »Kurs buchen« im Menü links.
Gerne können Sie auch persönlich im Büro buchen oder verwenden Sie dieses
> Anmeldeformular, das Sie auch am Schluss des Programmheftes finden.
Tel.: 089 - 41 42 47 - 0
Fax: 089 - 41 42 47 - 60
E-Mail: info@freies-musikzentrum.de


Offene Seminare

Die »offenen Seminare« haben einen einführenden Charakter in unterschiedliche Bereiche musiktherapeutischer Arbeit. Sie richten sich an Interessierte aus musikalischen, pädagogischen und psychosozialen Berufen, die sich Kenntnisse über Musiktherapie aneignen wollen.

Freies Musikzentrum e. V. München | Fortbildung | Ausbildung | Musiktherapie

Musiktherapeutische Selbsterfahrung Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar bietet Ihnen die Möglichkeit, in der Musiktherapie verwendete Instrumente, deren Klänge und Rhythmen auf spielerische Weise kennen zu lernen, selbst auszuprobieren, dem eigenen Klang und dem wie klinge ich in und mit einer Gruppe, zu begegnen?
Durch den spielerisch-improvisatorischen Umgang mit Instrumenten und Klängen können Sie Ihre Wahrnehmung und Ihren musikalischen Ausdruck vertiefen und dabei Formen aktiver und rezeptiver Musiktherapie kennen lernen. Auf der Basis der tiefenpsychologisch orientierten Psychotherapie wird das individuelle (musikalische) Erleben im gemeinsamen Gespräch reflektiert und weiterführende Entwicklungsmöglichkeiten ausgelotet. Neben dem Schwerpunkt auf eigene individuelle Erfahrungen beschäftigen wir uns auch mit der Vielfalt der klanglich-dialogischen Beziehungssymbolik.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Bringen Sie gerne Ihre Spielfreude und bequeme Kleidung mit. Das Seminar wird im Falle einer Bewerbung zur Ausbildung Musiktherapie als Gruppenselbsterfahrung anerkannt. Keine Therapie – für Personen mit seelischen oder schweren körperlichen Erkrankungen nicht geeignet.
20 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

F101 · Silke Siebert · Kursraum 7 · 237,– €
Block 3 Tage · Fr. 22.3., 17.30–21.00 · Sa. 23.3., 10.00–18.30 · So. 24.3., 10.00–14.00 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Konzerte

Musiktherapeutische Spiele – Spielen in der Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Spielen ist einer der zentralen Begriffe innerhalb der Musiktherapie. Wenn in der therapeutischen Situation die Neugierde größer ist als das Misstrauen und die Angst, ist es möglich, sich auf Themen einzulassen, die im ernsten Leben zu gefährlich sind. Zu Beginn werden Möglichkeiten vorgestellt, spielerischen Zugang zu Musikinstrumenten und dem eigenen musikalischen Ausdruck zu finden. Anschließend werden konkrete musikalische Spielangebote praktisch erprobt und auf ihr gruppendynamisches, entwicklungspsychologisches und lerntheoretisches Potential hin untersucht. Den dritten Schwerpunkt bildet die Frage, wie aus einer konkreten therapeutischen Situation eine bestimmte Spielidee als therapeutische Intervention entwickelt werden kann.
15 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 5

23HF103 · Hanns-Günter Wolf · Kursraum 7 · 250,– €
Ferienwochenende · Sa. 10.2., 10.00–19.00 · So. 11.2., 10.00–14.30

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Phänomenologisch-systemische Aufstellungsarbeit und Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Dieses Seminar bietet Gelegenheit, durch Selbsterfahrung und Reflexion zu erleben und zu verstehen, wie sich phänomenologisch-systemische Aufstellungen mit musiktherapeutischen Vorgehensweisen und Techniken kombinieren lassen. Je nach Anliegen können Teilnehmer:innen eine/n Stellvertreter:in für Mitglieder der Herkunfts- bzw. Gegenwartsfamilie oder auch nichtpersonale Repräsentanzen aufstellen, die dann mit Instrumenten, Stimme und Bewegung ihre Befindlichkeit ausdrücken und diese prozesshaft und interaktionell weiterentwickeln. Die Verbindung des wirkenden Feldes mit frei improvisiertem nonverbalem Ausdruck, in den möglichst wenig eingegriffen wird, ist das Spezifische dieses Ansatzes und verbindet in der Tiefe die herkömmliche aktive Musiktherapie mit den Entdeckungen der phänomenologisch-systemischen Aufstellungsarbeit. Je nach Situation wird mit Lösungen experimentiert, musiktherapeutisch und verbal aufgearbeitet.
Im Seminar werden außerdem der phänomenologisch-systemische Hintergrund und eine Reihe von praktischen Beispielen dargestellt und bilden die Grundlage für die Diskussion und den Transfer in verschiedene Praxisfelder.
17 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

24FF103 · Tonius Timmermann · Saal · 205,– €
Ferienblock 3 Tage · Fr. 2.8., 18.00–21.00 · Sa. 3.8., 10.00–18.00 · So. 4.8., 10.00–13.30 Uhr

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Berufsspezifische Fachseminare

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Für Musiktherapeut:innen mit anerkannter Ausbildung
Wochenendkurse sowie eine dreiteilige Seminarreihe geben Musiktherapeut:innen Gelegenheit, sich fachspezifisch fortzubilden und vertieft in ein Themenfeld einzusteigen.

Eine dreiteilige Seminarreihe 2024 greift das Thema »Songwriting in der Musiktherapie« auf. Dazu werden spezifische Ansätze, Kontexte und Methoden von unterschiedlichen Dozent:innen vorgestellt. Die Anmeldung der Seminarreihe erfordert die Teilnahme an allen drei Blöcken. Einzelne Wochenenden der Reihe können nicht gebucht werden.

Der didaktische Aufbau der berufsspezifischen Seminare umfasst die fundierte Vermittlung von Praxis und Theorie des jeweiligen Themas, die Vertiefung methodischer Fragestellungen in Selbsterfahrung und fachlichem Diskurs sowie den Transfer in die Praxisgebiete der Teilnehmer:innen. In diesem Semester bieten wir zwei Seminare zu klinischen Themen an »Musiktherapie in der Neurologischen Rehabilitation« und »Musiktherapie und Sucht« und erstmalig lädt Henrike Roisch an drei Terminen zur freien Improvisation ein. Als Vorankündigung für 2025 weisen wir schon heute auf die dreiteilige Seminarreihe »Bindungsbasierte Musiktherapie mit Familien« hin.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Songwriting in der Musiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
3-teilige Seminarreihe
Therapeutisches Songwriting ist eine vielfältig einsetzbare Intervention im Kontext von Musiktherapie, Erziehung, Projektarbeit und mehr. Denn: Manche Gefühle lassen sich am besten in einem Song ausdrücken! Doch wie gestalte ich den kreativen Prozess mit Patient:innen und Teilnehmer:innen? Wie motiviere ich dazu, Songs zu schreiben, auch wenn vielleicht gar keine instrumentalen Kenntnisse vorliegen?

  • Teil 1: Ukulele und Songwriting
    Im ersten Teil stellen wir euch das kleine Power-Wunder Ukulele vor! Sympathisch, dynamisch, für Grundanwendungen gut und schnell erlernbar, mit überraschend vielseitigen Klangmöglichkeiten und überschaubaren Anschaffungskosten ist sie die ideale Begleiterin für das Songwriting in der Musiktherapie und darüber hinaus.
    Inhalte: Ukulele Basics (Grundakkorde, Strumming, Melodiespiel, Impro, Tipps & Tricks), therapeutisches Songwriting, kreative Songwriting-Prozesse, Komponieren einfacher Lieder.
    Leitung: Sonja Ebert, Karin Suttheimer
    Fr. 26.4.24, 18.00–21.00 · Sa. 27.4.24, 10.00–18.00 · So. 28.4.24, 10.00–14.00 Uhr

  • Teil 2: Songwriting mit Kindern und Jugendlichen
    Im zweiten Teil der Seminarreihe widmen wir uns vertiefend dem therapeutischen Prozess beim Songwriting in der Musiktherapie. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelegt werden. Wir beschäftigen uns mit der Herangehensweise, die Klient:innen mit ihren Themen »abzuholen« und sie auf der Reise zum eigenen Lied zu begleiten und zu unterstützen. Dabei lernen wir einfache Gestaltungsmöglichkeiten mit verschiedenen Instrumenten auch mit digitaler Unterstützung kennen. Wir widmen uns außerdem unterschiedlichen Musikgenres und deren unkomplizierte Umsetzung.
    Leitung: Constanze Weiß
    Fr. 5.7.24, 18.00–21.00 · Sa. 6.7.24, 10.00–18.00 · So. 7.7.24, 10.00–14.00

  • Teil 3: Achtung, Aufnahme! Die Gestaltung des Aufnahmeprozesses von Liedern und dessen Bedeutung in der Musiktherapie
    Im Rahmen des Wochenendseminars werden unterschiedliche Aufnahmeverfahren vorgestellt und hinsichtlich ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile betrachtet. Dies beinhaltet sowohl computergestützte Aufnahmeverfahren wie auch vom Bildschirm gelöste Aufnahmemethoden. Ziel ist es, ein Verständnis hinsichtlich der Vielfalt tontechnischer Möglichkeiten im musiktherapeutischen Arbeiten zu erlangen, sowie diese Erfahrungen in das eigene musiktherapeutische Arbeiten zu integrieren. Darüberhinaus beleuchtet das Seminar psychodynamische Prozesse während der Aufnahme und deren Relevanz für die Therapie. Gearbeitet wird mit Songs aus vorangegangenen Seminaren oder mit Improvisationen, die innerhalb des Wochenendes entstehen.
  • Leitung: Patrick Hellmeck
    Sa. 12.10.24, 10.00–18.00 · So. 13.10.24, 10.00–15.00 Uhr

Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob Sie eine eigene Ukulele mitbringen (für Seminar 1). Ggf. können Sie eine Ukulele für 15 Euro Unkostenbeitrag mieten. Teilnehmende können zum Seminar 2 gerne das eigene Instrument und/oder ein Lieblingslied und zu Seminar 3 den eigenen Laptop mitbringen.
51 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

24FF201 · Sonja Ebert, Karin Suttheimer, Constanze Weiß · Kursraum 7 · 675,– €
3 Wochenenden · 26.-28.4., 5.-7.7., 12.-13.10.24
je Fr. 18-21, Sa. 10–18, So. 10–14 Uhr (nicht am 11.10.)

Beziehungsqualitäten in der Neurorehabilitation von Kindern und Erwachsenen
In diesem Seminar richten wir den Fokus auf die Beziehungsgestaltung mit neurologisch erkrankten Patient:innen. Dazu wird zunächst das auf entwicklungspsychologischen Erkenntnissen basierende EBQ-Instrument nach Schumacher & Calvet kurz vorgestellt um dann mit dessen Hilfe einzelne Szenen aus der musiktherapeutischen Behandlung von Patient:innen der Neurorehabilitation (Kinder und Erwachsene) zu analysieren. So bekommen wir Aufschluss über die Entwicklung der Interaktion zwischen Patient:in und Therapeut:in und über die emotionalen Beziehungsqualitäten. Im nächsten Schritt werden dem Entwicklungsstand der Klient:innen angepasste Interventionen beleuchtet und analysiert. Es bleibt viel Raum für eigene Therapiebeispiele der Teilnehmer:innen – dafür bitte Videosequenzen bis zu 3 Minuten auf Stick oder Computer mitbringen.
18 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

F202 · Monika Baumann, Claudia Cortes · Kursraum 7 · 250,– €
Block 3 Tage · Fr. 3.5., 17.30–20.30 · Sa. 4.5., 10.00–18.00 · So. 5.5., 10.00–13.30 Uhr

Musiktherapie und Sucht Wochenende- oder Ferienkurs
Suchtmittel haben für die meisten Süchtigen die Funktion, intrinsische Spannungszustände zu regulieren und/oder die Überforderung im Umgang mit schwierigen Gefühlen zu vermeiden. Musiktherapie als affektiv hochwirksames Verfahren kann hier große Hilfestellungen leisten. Das Kennenlernen anderer, weniger selbstschädigender Regulationsmöglichkeiten und ein kompetenterer Zugang zu/Umgang mit den eigenen Affekten sind musiktherapeutische Kernbereiche die den Suchtpatienten ein großes Entwicklungspotential anbieten. Auch Bindungsthemen spielen eine sehr große Rolle in der Sucht, in sehr vielen Verläufen sind entweder frühe Bindungsdefizite und/oder aktuelle Konflikte im Fokus. Hier sind musiktherapeutische Übungen hilfreich die das eigene Kontakt- und Bindungsverhalten differenziert erleben und bewusst werden lassen.
17 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

F203 · Harald Neudert · Kursraum 7 · 250,– €
Block 3 Tage · Fr. 10.5., 18.00–21.00 · Sa. 11.5., 10.00–18.00 · So. 12.5., 10.00–14.00 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Fortbildung | Ausbildung | Musiktherapie

Freies Improvisieren
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Musiktherapeut:innen, die sich gerne zur freien Improvisation mit Kolleg:innen treffen möchten. Nach einer kurzen Einführung zur Improvisation in der Musiktherapie entscheiden wir gemeinsam zu welchen Themen, Ideen und Fragestellungen wir improvisieren werden (z. B. ein Intervall, ein Akkord, ein Bild, eine Geste, ein Motiv, eine Emotion, etc.). Am Ende besteht die Möglichkeit sich im Gespräch auszutauschen. Alle Ideen sind herzlich willkommen!
4 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 9

F204 · Henrike Roisch · Kursraum 7 · 20,– €
Ein Abend · Mi. · 17.4. · 18.00 bis 21.00 Uhr

F205 · Henrike Roisch · Kursraum 7 · 20,– €
Ein Abend · Mi. · 24.4. · 18.00 bis 21.00 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Gemeinsam Improvisieren –
ein Experiment, mit Bewegung, Malen und Stille
Dieses Angebot richtet sich an Musiktherapeut:innen, die sich auf den Prozess des gemeinsamen Improvisierens einlassen wollen. Nach einer kurzen Gesprächsrunde zu Beginn der Veranstaltung werden wir mehrere Stunden gemeinsam improvisieren. Während der Improvisation besteht die Möglichkeit zuzuhören, den Raum zu verlassen, wieder dazu zukommen, zu spielen, einfach still zu sein oder sich mit Bewegung, Stimme und Malen einzubringen. Das Seminar endet mit dem Austausch der Erfahrungen.
6 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

F206 · Henrike Roisch · Kursraum 4 · 35,– €
Ein halber Tag · Sa. · 4.5. · 9.30 bis 14.00 Uhr

Borderline-Patient:innen in der Gruppe und Musik – Ja, aber wie?
Praxisseminar zur Gruppenmusiktherapie Wochenende- oder Ferienkurs
Wie kann eine Gruppe über Musik zueinander finden, wie wird sie durch Musik gespalten? Besonders in Gruppen mit Patient:innen mit Borderline-Störung oder komplexen Traumafolgestörungen aber auch bei anderen psychischen Störungen, muss mit Scham, emotionaler Abwehr und »sozialer Zurückweisungssensitivität« gerechnet werden, gerade auch, wenn Musik im Spiel ist. In diesem Seminar soll praxis- und fallbezogen an musiktherapeutischen Techniken und Interventionen im Gruppensetting gearbeitet werden.
Der Referent steht in der Tradition der Nordoff/Robbins-Musiktherapie, ist für DBT zertifiziert und orientiert sich in seiner Arbeit am EBQ-Instrument und dem Mentalisierungsmodell und ihren entwicklungspsychologischen und bindungstheoretischen Grundlagen.
15 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 8

24FF207 · Gerhard Kupski · Kursraum 7 · 255,– €
Wochenende · Sa. 22.6., 10.00–18.00 · So. 23.6., 10.00–15.00 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

Bindungsbasierte Musiktherapie mit Familien Wochenende- oder Ferienkurs
Musiktherapeutisches Arbeiten mit Familien ist spannend, oft aber auch sehr komplex und herausfordernd. Mit mehreren Familienmitgliedern gemeinsam in einem Setting zu arbeiten, erfordert besondere Flexibilität und Reflexionsfähigkeit sowie ausreichend Auseinandersetzung mit speziellen Erfordernissen dieser Arbeitsweise. Die Erkenntnisse der modernen Bindungsforschung bieten gerade für die Arbeit mit Familien hilfreiche zusätzliche Perspektiven und wertvolle Impulse. Ausgehend von langjähriger fachlicher Auseinandersetzung mit bindungsbasierten therapeutischen Methoden und eigenen Erfahrungen im Einsatz von MusikSpielTherapie (Stumptner & Thomsen, DE) und Marte Meo (Maria Aarts, NL) in der musiktherapeutischen Arbeit im triadischen Familiensetting, stellen wir in dieser dreiteiligen Seminarreihe neue Ideen und Methoden für die Arbeit mit Familien vor, die sich gut in die musiktherapeutische Praxis integrieren lassen.

  • Teil 1: Bindungsbasierte Musiktherapie
    Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit den Grundlagen der bindungsbasierten therapeutischen Haltung im musiktherapeutischen Kontext. Eine Auseinandersetzung mit der Bindungstheorie hilft gerade in der Arbeit mit Familien, zusätzliche Perspektiven auf das aktuelle Beziehungsgeschehen zu entwickeln und einen besonderen Fokus auf gelingende Momente in der Interaktion zu legen. Ergänzt wird dies durch eine Reflexion eigener Familienbegriffe und -erfahrungen. Dazwischen laden wir immer wieder dazu ein, verschiedene musiktherapeutische Spielangebote kennenzulernen, die sich in der bindungsbasierten Arbeit mit Familien bewährt haben.

  • Teil 2: Arbeiten im triadischen Setting (Kind-Bezugsperson-Therapeut:in)
    Mit einem Kind und einer Bezugsperson gemeinsam im musiktherapeutischen Setting zu arbeiten, erfordert besondere Rahmenbedingungen und Herangehensweisen. In diesem Teil beschäftigen wir uns daher mit speziellen Eigenheiten und auch typischen Fallstricken der triadischen Arbeit mit Familien. Gemeinsam setzen wir uns mit konkreten Spielangeboten und Interventionen, aber auch mit unserer Rolle im Geschehen und hilfreichen Reflexionsstrategien auseinander. Eine bewusst gewählte längere Zeitspanne vor dem dritten Teil soll die Möglichkeit bieten, erhaltene Anregungen und Impulse im Rahmen der eigenen praktischen Tätigkeit auszuprobieren.

  • Teil 3: Ressourcenorientierte Reflexion
    Ausgehend von den Erfahrungswerten aus der praktischen Arbeit werfen wir im letzten Teil einen vertiefenden Blick auf die Arbeit mit den Bezugspersonen. In begleitenden Reflexionsgesprächen wird das im (musikalischen) Spiel Erlebte mit den Bezugspersonen aufgearbeitet. Dabei liegt der Fokus auf gelungenen Momenten sowie beobachtbaren Fähigkeiten und Kompetenzen, um die Ressourcen der begleiteten Familie sichtbar zu machen. Das Wechselspiel zwischen dem Angebot eines geschützten musikalischen Spielraumes und dem Herausarbeiten gelungener Interaktionen im Gespräch auf der Erwachsenenebene ist ein Kernstück im triadischen bindungsbasierten musiktherapeutischen Setting.
  • 50 Fortbildungspunkte bei der DMtG. Mindeste Teilnehmerzahl 12

24HF201 · Eva Phan Quoc, Sibylle Neubacher-Kefer, Eva-Marie Grünenwald Tanzstudio oben, Max-Weber-Platz 2 RGB · 750,– €
3 Wochenenden · 21.-23.2.25, 25.-27.4.25, 12.-14.9.25
je Fr. 18-21, Sa. 10–18, So. 10–13 Uhr

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Zusatzqualifikationen

Körpermusik und Bodysongs auch für Psychotherapeut:innen,
Trommelpower auch für Lehrer:innen
Zusatzqualifikationen, die aufbauend auf dem Grundberuf in kompakter Form eine theoretische und methodische Weiterbildung zu einzelnen Berufsfeldern und aktueller Theoriebildung anbieten, sind für das Berufsleben in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sie vermitteln den Teilnehmenden fundierte Spezialkenntnisse über ein Fachgebiet und helfen dabei, sich neue Tätigkeitsfelder zu erschließen und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in das berufliche Handeln zu integrieren. Die jeweiligen Curricula erhalten Sie auf Anfrage durch das Büro. Die Seminare werden mit einem Zertifikat abgeschlossen. Voraussetzung für die Teilnahme an den Zusatzqualifikationen ist der Abschluss einer anerkannten musiktherapeutischen Ausbildung (DMtG), die Zulassung als Psychotherapeut:in oder als Lehrer:in. Im Zuge der Anmeldung bitten wir Sie um entsprechende Nachweise.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

TrommelPower 2024/25
Gewaltprävention, soziale Integration und Persönlichkeitsförderung mit Musik
Die Zusatzqualifikation besteht aus einem Basis- und einem Aufbauseminar. Man kann sie separat buchen oder, mit vergünstigter Gebühr, beide zugleich.

In der Zusatzqualifikation TrommelPower wird ein Modell für Projekte mit Kindern und Jugendlichen zur Gewaltprävention, Förderung der sozialen Integration und des Selbstwertgefühls durch musikalische und szenische Improvisation vorgestellt. Das Projektmodell TrommelPower wurde seit 2009 in mehreren Studien evaluiert und entsprechend der wissenschaftlichen Resultate überarbeitet und differenziert. Es kann im schulischen wie im außerschulischen Rahmen angewandt werden, ebenso in modifizierter Form im klinischen Bereich. Die einzelnen Elemente des Konzepts werden theoretisch erläutert und in Übungen praxisnah vermittelt. Insbesondere musikalische und musiktherapeutische Techniken zur Förderung des Selbstwertgefühls, der Empathiefähigkeit, der sozialen Integration und der konstruktiven Konfliktlösungsfähigkeit bilden einen Schwerpunkt im Konzeptaufbau. Darauf aufbauend wird den Kindern und Jugendlichen im Projekt Raum gegeben, sich auf kreative Weise sowohl mit Musik und Improvisation als auch mit den Themen Aggression, Gewalt und Streit auseinanderzusetzen, eigene Vorstellungen der Bewältigung zu entwickeln und diese in einer Performance darzustellen.
In den Seminaren werden unter Einbeziehung themenbezogener Selbsterfahrung Aspekte der Projektleitung, des Repräsentierens konstruktiver und sozial bezogener Konfliktlösungsmodelle in der Trainerhaltung und des Umgangs mit fehlender Motivation und Widerstand vermittelt, sowie Konzepte der nachhaltigen Wirksamkeit und der Implementierung solcher Elemente in den Alltag der Kinder.

Basisseminar
Das Basisseminar vermittelt Grundlagen von Gewaltprävention mit Musik mit Hilfe der Projektmethode TrommelPower. Entlang des Projektaufbaus und der Verlaufsstruktur werden die zentrale methodische Vorgehensweisen Trommelimprovisation, Klangwahrnehmung Stimmarbeit und musiktherapeutisches Rollenspiel vorgestellt und in Übungen exemplarisch vermittelt. Wichtige Aspekte für die Einbindung der Projektarbeit in den Kontext der Schule und für den Transfer der Projektergebnisse werden erörtert.

Aufbauseminar
Dieses Seminar qualifiziert zur selbstständigen Planung und Durchführung der Projektmethode TrommelPower. Aufbauend auf das Basisseminar werden hier methodische Vorgehensweisen für die Vorbereitung, Durchführung und den Transfer der Projektergebnisse vermittelt. Das Seminar ist im Sinne eines lernenden Systems konzipiert und erfordert von den Teilnehmer:innen die aktive Teilnahme am Lernprozess, die Umsetzung der Projektmethode in der Praxis sowie das selbstständige Erarbeiten, Präsentieren sowie die schriftliche Ausarbeitung einzelner Vertiefungsthemen in Kleingruppen (als Abschlussarbeit). Dieser methodische Zugang vermittelt eine ähnliche Vorgehensweise wie sie idealerweise auch in den Projekten angewandt wird und von der – nach aktuellem Forschungsstand – der größtmögliche Lernerfolg zu erwarten ist.
Die Seminare sind für Musiktherapeut:innen und Lehrer:innen konzipiert und curricular ausgearbeitet. Das Basisseminar kann man mit dem Aufbauseminar ergänzen. Das Zertifikat wird bei erfolgreicher Teilnahme an der vollständigen Zusatzqualifikation ausgestellt: Trainer:in für Gewaltprävention und soziale Integration mit Musik (Freies Musikzentrum).

Buchungen werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt. Komplette Buchungen der Zusatzqualifikation genießen Vorrang und die Gebühren sind vergünstigt.

Die Fortbildung ist mit je 47 Fortbildungspunkten für Aufbau und Basisseminar von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert.
Mindeste Teilnehmerzahl 10

Basisseminar
24FF501 · Andreas Wölfl, Yoshihisa Kinoshita et al · 560,– €
Block 5 Tage · Mi bis So · 22.5.24.–26.5.24
Mi · 18.30–21.30 · Do–Sa · je 9.00–18.00 · So · 9.00–14.00 Uhr

Aufbauseminar
24FF502 · Andreas Wölfl, Yoshihisa Kinoshita et al · 560,– €
2 Wochenenden · 14.+15.9.24 · 18.+19.1.25.
Sa. je 9.00–19.00 · So. je 9.00–16.30 Uhr

Basis- und Aufbauseminar
24FF500 · Andreas Wölfl, Yoshihisa Kinoshita et al · 1070,– €
Block 5 Tage · Mi bis So · 22.5.24.–26.5.24
Mi · 18.30–21.30 · Do–Sa · je 9.00–18.00 · So · 9.00–14.00 Uhr und
2 Wochenenden · 14.+15.9.24 · 18.+19.1.25.
Sa. je 9.00–19.00 · So. je 9.00–16.30 Uhr

Freies Musikzentrum e. V. München | Fortbildung | Ausbildung | Musiktherapie

DrumPower 2024/25
Prevention of violence and social integration with music
This advanced qualification for music therapists and teachers will present fundamentals of the DrumPower project, a scientifically developed method for projects with children and youth to prevent violence and promote social inclusion and self-esteem by musical and scenic improvisation. The semi-structured program, called DrumPower, was evaluated in several scientific studies since 2009 and has been revised and differentiated according to the studies’ results. It is fully elaborated for the application in schools of different levels, whereas modified forms for the work with refugees and in clinical contexts are under development.
The different elements of the concept will be explained theoretically and taught practically in exercises. In particular, musical and music therapeutical techniques to promote self-esteem, empathy, social inclusion and constructive conflict solving skills are the core themes of the program.

On this foundation, the projects facilitate to deal – in a creative, musical and improvisatory way – with the issues of aggression and violence, and to develop own concepts of how to manage conflicts and violent situations. The projects end in a workshop performance, giving the participating students an opportunity to present some results of their project work.
The advanced qualification will provide the structure and working methods of the DrumPower project for the application in different types of schools. By means of self-experience you will be shown how to guide and instruct a project as well as how to present different models of constructive and social-related conflict resolution. Furthermore, you will gain insights into how to deal with lack of motivation and resistance. Finally, we will focus on the transfer and effective implementation of such models in the daily lives of children and adolescents.

Basic Seminar (in Munich)
The basic seminar introduces principles of violence prevention through music and the DrumPower project method. Following the structure of the project, the central methodical procedures of drum improvisation, sound perception, voice work and music therapeutic role play are presented and exemplified in exercises. Important aspects for the integration of the project work in the context of the school and for the transfer of the project results are discussed.

Advanced Seminar (online)
The advanced DrumPower qualification following the basic seminar qualifies the participants to plan and implement the project method themselves. The training course conveys methodical procedures for the preparation, implementation and transfer of project results. It is designed in the sense of a learning system and requires the participants to actively participate in the learning process, to implement the project method in practice as well as self-organised development and presentation and the written elaboration of individual specialisation topics in small groups.
To make it easier for the participants from far away, this international advanced training course is designed as an online seminar over two weekends (4 days). It combines input lectures with discussion groups and practical tasks.

This course has a basic and an advanced seminar. The basic one is taught in presence in Munich while the advanced seminar will be taught online. A detailed curriculum can be obtained from the office.This course is taught in english.

24FF503 · Andreas Wölfl, Yoshihisa Kinoshita et al · Munich + online · 1070,– €
Block 5 days · Wed.–Su. · 22.–26.5.24
Wed. · 18.30–21.30 · Th.–Sa. · each 9.00–18.00 · Su. · 9.00–14.00
2 Weekends · 12.+13.10.24 · 25.+26.1.25.
Sa. each 9.00–19.00 · Su. each 9.00–16.30

Das EBQ-Instrument und seine entwicklungspsychologischen Grundlagen
Die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehung herzustellen und zu gestalten, zeigt sich in der Musiktherapie im instrumentalen, stimmlich-vorsprachlichen und im körperlich-emotionalen Ausdruck. Das durch eine Reliabilitätsanalyse überprüfte EBQ-Instrument ist ein Einschätzungsinstrument für die musiktherapeutische Praxis. Es dient der Einschätzung der zwischenmenschlichen Beziehungsqualität (Diagnostik), der Verbesserung musiktherapeutischer Vorgehensweise (Methodik, Interventionstechnik) sowie dem Wirkungsnachweis der Musiktherapie (Evaluierung, Forschung) und umfasst vier Skalen. Diese Weiterbildung hat die Kenntnis sowie die qualifizierte Anwendung dieses Einschätzungsinstrumentes zum Ziel. Zu jeder Skala werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen vermittelt und wird die praxisbezogene Anwendung geübt.
Mindeste Teilnehmerzahl 12
Anmeldeschluss Oktober 2024. 90 Fortbildungspunkte bei der DMtG.

24HF303 · Claudia König, Karin Schumacher, Silke Reimer · 1725,– €
29.11.-1.12.24, 10.-12.1.25, 07.-09.2., 4.-6.4., 6.-8.6.25
je Fr 18-21 Uhr · Sa 10-19 Uhr · So 10-13 Uhr

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Weiterbildung für Psychotherapeut:innen

Freies Musikzentrum e. V. München

Download Flyer mit Anmeldeformular als pdf
> Seminarreihe: Musik und musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess

Musik und musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess 2024/25 Wochenende- oder Ferienkurs
Diese Weiterbildung besteht aus sechs Seminaren, die an Wochenenden stattfinden. Das Zertifikat wird bei erfolgreicher Teilnahme an allen Sem. ausgestellt.

Musik nimmt in der Lebenswelt vieler Patienten einen wichtigen Stellenwert ein. Deshalb können Musik und musiktherapeutische Interventionen in der Psychotherapie wirksame nonverbale Zugänge zu den Erlebniswelten der Patient:innen eröffnen und die Möglichkeiten des musikalischen Erlebens und Ausdrucks nützen, um Heilungsprozesse zu aktivieren.

Diese Seminarreihe vermittelt einfache musiktherapeutische Interventionstechniken, die sich zur selektiven Anwendung im psychotherapeutischen Behandlungsprozess besonders eignen. So werden Elemente zur Affektregulation, zur Herstellung einer Atmosphäre der Geborgenheit, zur Erlebnisaktivierung oder zum Ausdruck und zur Bearbeitung von Konflikten vorgestellt. Den Fokus bilden aktive Interventionsformen, wie das Improvisieren auf einfach spielbaren Instrumenten und das Singen von Liedern, Stimmübungen sowie therapeutische Wirkungen der Musikrezeption.
Es werden sowohl psychodynamisch konfliktbearbeitende als auch übende Vorgehensweisen vermittelt. Interaktive Gruppenarbeit, die Bereitschaft zur Kleingruppenarbeit wird vorausgesetzt. Ab dem zweiten Seminar werden Erfahrungen aus den Therapiesitzungen der Teilnehmenden in den Seminaren reflektiert.

Freies Musikzentrum e. V. München | Musiktherapie

In sechs Seminaren werden theoretische und methodische Grundlagen zu folgenden Themenschwerpunkten vermittelt. Die Seminare können als Paket vergünstigt oder einzeln gebucht werden.

1. Seminar
Ausdruck und Resonanz: musikalische und musiktherapeutische Interventionsformen in therapeutischen Prozessen
Musik begeistert, bewegt, berührt und fasziniert auf vielfältige Weise. Sie eröffnet einen weiten und vielfältigen Erlebnisraum für Ausdruck und Resonanz.

Auf der Basis einer entwicklungspsychologisch fundierten integrativen Psychotherapieverständnisses werden Wirkungsweisen der Musik und spezifische musiktherapeutische Interventionsformen vorgestellt.

Es werden einfache Formen des nonverbalen musischen Ausdrucks und Resonanzerlebens ebenso wie Vorgehensweisen zur Bearbeitung von Konflikten und strukturellen Defiziten sowie zur Ressourcenaktivierung und übungszentrierter Problembewältigung aufgezeigt. Diese werden in Übungen veranschaulicht und anhand von Beispielen aus der klinischen Praxis erörtert.

2. Seminar
Musikanamnese: Diagnostische und therapeutische Aspekte des Musik Hörens
Musik ist heute im Alltag der Menschen allgegenwärtig. Ob als Hintergrundmusik im Kaufhäusern, beim Autofahren oder bei der Arbeit, als Medium in Film und Fernsehen oder als persönlich ausgesuchtes Musikerlebnis in der Freizeit. Viele Menschen setzen Musik ein, um ihre Gefühle zu regulieren, um in Stimmung oder zur Ruhe zu kommen. Welche Musik hören sie und welche Effekte erreichen sie damit? Musikpsychologische Studien belegen ein sehr individuelles Hörverhalten von Musikkonsumenten, das sowohl eine Verstärkung positiver wie negativer Gefühle als auch die Bewältigung bedrückender oder destruktiver Stimmungen und Affekte bewirken kann.

Eine nahezu ständige Verfügbarkeit und Präsenz von Musik erhöht im Alltag das hohe psychologische Wirkungspotential von Musik, das sowohl konstruktive als auch destruktive Prozesse verstärken kann. Durch das Einbeziehen der Alltagsmusik des Patient:innen in den psychotherapeutischen Behandlungsprozess können Hörmuster und ihre psychologische Wirkung erkannt und im therapeutischen Prozess berücksichtigt werden.

Im Seminar werden – ausgehend von den Hörgewohnheiten der Teilnehmer:innen – Schritte der Musikanamnese und der Analyse des individuellen Hörverhaltens vorgestellt. Weiter werden klinische Beispiele von behandlungshemmendem und behandlungsförderndem Musikkonsum von Patient:innen und Patientengruppen vorgestellt und mögliche Interventionen (Musikanamnese, Analyse von Hörverhalten, diagnostische Zusammenhänge, psychodynamische und übungszentrierte Vorgehensweisen) im Behandlungsprozess aufgezeigt.

3. Seminar
Improvisation: Musikalisch nonverbaler Ausdruck und improvisiertes Zusammenspiel, Zielsetzungen im psychotherapeutischen Behandlungsprozess
Durch den Wechsel auf die nonverbale Ebene im Behandlungsprozess werden unbewusste und intuitive Potentiale (und Defizite) der Wahrnehmung, des Ausdrucks, des Kontakt- und Kommunikationsverhaltens aktiviert und der psychotherapeutischen Bearbeitung zugänglich. In diesem Seminar werden einfache Formen der Improvisation auf einzelnen leicht spielbaren Instrumenten zur Erweiterung und Vertiefung der Wahrnehmung, des Ausdrucks und der intuitiven Kommunikation vorgestellt, die sich zum Einsatz im psychotherapeutischen Behandlungsprozess eignen.

Die Einführung in Elemente der musiktherapeutischen Improvisation zeigt psychotherapeutische Wirkungspotentiale auf und macht sie im Handeln erfahrbar. Neben den therapeutischen Möglichkeiten werden auch potentielle Risiken wie Überforderung oder emotionale Entgrenzung erörtert und eine verantwortliche und kontrollierte Anwendung einzelner Interventionen im Rahmen des psychotherapeutischen Behandlungsprozesses vermittelt

4. Seminar
Symbolisch-musikalische Rekonstruktion von Dynamiken: Rekonstruktion von Beziehungsmustern, Familienkonstellationen und inneren Dynamiken in der Improvisation
In diesem Seminar werden die Möglichkeiten der musiktherapeutischen Aufstellungsarbeit von Systemen im Rahmen des psychotherapeutischen Prozesses vorgestellt. Durch die Verbindung der Rekonstruktion von Systemen mit der Symbolik von Instrumenten und der Möglichkeit der musiktherapeutischen Improvisation werden besondere kreative Bearbeitungs-, Vertiefungs- und Lösungspotentiale aktiviert.

Es werden musiktherapeutische Arbeitsweisen mit Systemen wie der Familienklangskulptur oder dem inneren Orchester vorgestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, sich in der musikalisch-nonverbalen Rekonstruktion mit konstruktiven und hemmenden oder auch destruktiven Aspekten von äußeren und inneren Systemen auseinanderzusetzen. Die Aufstellung mit Instrumenten eröffnet in der Einzelpsychotherapie effektive Möglichkeiten, das Gesamtsystem abzubilden und einzelne Aspekte dynamisch zu vertiefen.

5. Seminar
Rezeptive Musiktherapie – Körper- und Atemwahrnehmung in Kombination mit Klang- und Musik-Erleben
Rezeptive Musiktherapie beinhaltet die Kombination von Elementen aus Körper- und Atemtherapie mit Musikhören und Klangerleben als wirkungsvolle psychotherapeutische Vorgehensweisen. Entspannung mit Musik, musikgeleitete Fantasiereisen und Imaginationsübungen eröffnen ein breites Wirkungspotential zwischen den Eckpunkten der körperlichen und emotionalen Resonanz, der freien Assoziation und der thematisch geleiteten Vertiefung und Neuerfahrung. Körperbewusstsein und Achtsamkeit für den Atem verbinden das Unbewusste mit dem Bewussten und intensivieren die akustische Wahrnehmung. So kann auch ein Zugang zu grundlegenden, intrauterinen und präverbalen Entwicklungsphasen des Menschen ermöglicht werden. Die frühen Erfahrungen sind gleichzeitig körperlicher und akustischer Natur: ein Zusammenwirken und Zusammenschwingen von Körper- und Klang-Erfahrung, von haptisch-taktilen und akustischen Reizen, von Tastsinn und Gehörsinn. Um Neuerfahrungen im therapeutischen Sinne zu ermöglichen, gilt es, entsprechende innere Prozesse zu dynamisieren und zu bearbeiten.

Im Seminar werden elementare rezeptive Vorgehensweisen vorgestellt, die sich für eine fokussierte und selektive Anwendung im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung eignen. In dem durch Wahrnehmung von Körper und Atem sensibilisierten Zustand werden für die Teilnehmenden Klänge und Musik, vor allem live, gespielt (z.B. Monochord, Gong, Klangschale, Rhythmusinstrumente) und die Erlebnisse besprochen. Es wird ferner reflektiert, wo solche rezeptiven Vorgehensweisen im Behandlungsverlauf indiziert oder kontraindiziert sind und wie sie gegebenenfalls auch diagnosespezifisch eingesetzt werden können.

6. Seminar
Stimmarbeit und Singen: Möglichkeiten des stimmlichen Ausdrucks im Behandlungsprozess zur Herstellung emotionaler Tiefe, zur Erfassung emotionaler Hintergründe und zur Veränderung des persönlichen Ausdrucks
Der Klang unserer Stimme ist ein sehr direkter Ausdruck unserer Persönlichkeit und unserer aktuellen Gestimmtheit. Er zeigt unserem Gegenüber in gleicher Weise Selbstsicherheit, Freude und Frohsinn wie Präsenz und Einfühlungsvermögen im Kontakt oder Unsicherheit, Angst und Trauer. In der Psychotherapie kommen sehr oft Bedrückung, Niedergeschlagenheit, Angst und Unsicherheit im Klang der Stimme zum Ausdruck.

Das Singen von Liedern und das Experimentieren mit der Stimme in Stimmübungen eröffnen im Kontakt mit den Patienten einfache Möglichkeiten, Vertrauen zu entwickeln, den Klang der eigenen Stimme wahrzunehmen und die individuelle Ausdrucksfähigkeit zu erweitern. Besonders in der Arbeit mit Kindern kann beim Singen ein positive Atmosphäre in der therapeutischen Situation entstehen. Auch in der Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen bildet sich eine vertraute Atmosphäre, wenn Hemmungen und Schamgefühle bearbeitet werden und mit dem stimmlichen Ausdruck die eigene Selbstsicherheit wächst. Im Seminar werden einfache musiktherapeutische Interventionen zur Stimmarbeit mit verschiedenen Zielgruppen vermittelt, die im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden können.

Buchungen werden in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt. Buchungen für die komplette Weiterbildung genießen Vorrang und die Gebühren sind vergünstigt.
Mindeste Teilnehmerzahl 10

Jedes Seminar ist mit 18 Fortbildungspunkten von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert.

Download Flyer mit Anmeldeformular als pdf
> Seminarreihe: Musik und musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess

Komplette Weiterbildungsreihe
24HF400 · Andreas Wölfl et al
Alle Seminare 1 - 6 · 1.620,– €

Seminar 1
24HF401 · Andreas Wölfl · Kursraum 7 · 295,– €
Sa 9.11.24 · 9.30-18.30 · So 10.11.24 · 9.30-16.00 · 295,– €

Seminar 2
24HF402 · Silke Siebert, Andreas Wölfl · Kursraum 7 · 295,– €
Sa 1.2.25 · 9.30-18.30 · So 2.2.25 · 9.30-16.00 · 295,– €

Seminar 3
24HF403 · Hanns-Günter Wolf, Andreas Wölfl · Saal · 295,– €
Sa 17.5.25 · 9.30-18.30 · So 18.5.25 · 9.30-16.00 · 295,– €

Seminar 4
24HF404 · Silke Siebert, Andreas Wölfl · Saal · 295,– €
Sa 5.7.25 · 9.30-18.30 · So 6.7.25 · 9.30-16.00 · 295,– €

Seminar 5
24HF405 · Gabriele Engert-Timmermann, Tonius Timmermann, Andreas Wölfl
Kursraum 7 · 295,– €
Sa 6.9.25 · 9.30-18.30 · So 7.9.25 · 9.30-16.00 · 295,– €

Seminar 6
24HF406 · Dorit Paul, Andreas Wölfl · Saal
Sa 29.11.25 · 9.30-18.30 · So 30.11.25 · 9.30-16.00 · 295,– €

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32. Fachtagung Musiktherapie

Die diesjährige Fachtagung Musiktherapie ist in Präsenz ausgebucht. Wegen des großen Interesses richten wir eine beobachtende Online-Teilnahme ein. Die Gebühr für die Online-Teilnahme ist 80 Euro. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Kursnummer 23HF104 an.

Freies Musikzentrum e. V. München

Hören, Spüren und Bedenken – Mentalisieren in der Musiktherapie
Leitung: Eberhard Glogau
Der Begriff Mentalisieren hat sich im psychotherapeutischen Diskurs schulenübergreifend etabliert. Er verknüpft Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln entlang der Frage: wie gehe ich mit mir selbst, mit anderen und mit der Welt in Beziehung? Explizit und implizit wird der verborgene Sinn der eigenen Erfahrung erspürt, bedacht und entwickelt. Die Tagung will der Frage nachgehen, wie Mentalisierungsprozesse im musikalischen Kontext in unterschiedlichen Praxisfeldern ablaufen und mit Sprache verbunden werden können. Wo liegt ihr spezifisches Potenzial?

Die Fortbildung ist mit 9 Punkten von der bayerischen Psychotherapeutenkammer akkreditiert. 

Tagungsprogramm
Samstag, 2. März 2024

  • 13.00 Eberhard Glogau:
    Begrüßung und Einführung ins Thema
  • 13.30 Gitta Strehlow und Nicola Scheytt:
    Einführung in das Mentalisierungskonzept und seine Anwendung in der Musiktherapie mit PatientInnen in Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie.
  • 14.45 Pause
  • 15.30 Monika Berkmann und Alfred Walter:
    Mentalisieren in der Musiktherapie mit Kindern.
    Monika Berkmann und Alfred Walter werden im Zwiegespräch die Anwendung des MBT-Konzeptes in der Therapie mit Kindern und Jugendlichen anhand von Fallvignetten reflektieren und dabei auch eine mögliche Verbindung zum EBQ diskutieren.
  • 16.45 Pause
  • 17.15 Liljana Winkler und Alfred Walter:
    »Nichts hab ich gesucht als dich«
    Transformation von Psychischem in Musik und Sprache
  • 18.45 Diskussion und Zusammenfassung des Tages
  • ab 19.30 Get together

Sonntag, 3. März 2024

  • 9.15 Nicola Scheytt und Ulrich Schultz-Venrath:"Der Körper-Modus in der Musiktherapie" erläutert anhand von Video-Beispielen aus der Musiktherapie
  • 10.30 Bernd Reichert:
    Spielen und Sprechen mit Jugendlichen
  • 11.30 Pause
  • 12.00 Podiumsgespräch:
    Rückblick und Zukunftsmusik – mit Referent:innen und Teilnehmenden –
    Erkenntnisse, offene Fragen, Widersprüche etc.
  • 13.00 Ende

Referent:innen und Themen

Nicola Scheytt
Psychotherapeutin, Musiktherapeutin; tätig an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Uni Ulm; niedergelassen als Psychologische Psychotherapeutin; Lehrmusiktherapeutin (DMtG), Lehrtherapeutin, Supervisorin; Mitherausgeberin der Musiktherapeutischen Umschau.

Prof. Dr. med. Ulrich Schultz-Venrath
Professor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke, ehemaliger Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach, Psychoanalytiker, Gruppenlehranalytiker, Supervisor, Autor, Herausgeber der Reihe »Mentalisieren in Klinik und Praxis«.

Wie und was tragen Klänge zum Verstehen und Abstimmen bei?
Mentalisieren in der Musiktherapie
Mentalisieren ermöglicht es, sowohl eigenes Erleben zu verstehen als auch psychische Prozesse anderer zu erkennen und darauf zu reagieren. Diese Form der Resonanz erlaubt Affektabstimmung und Beziehungsregulation. Der Klang der Stimme spielt dabei eine wichtige Rolle. Welche Möglichkeiten liegen in der Musiktherapie, in der zudem noch Instrumente klingen? Das Mentalisierungskonzept wird in seinen Grundzügen dargestellt, wichtige Begriffe eingeführt, die therapeutische Haltung erläutert. Mit Fallvignetten aus Psychotherapie und Musiktherapie in der Psychosomatik wird mentalisierungsbasiertes Arbeiten aufgezeigt und diskutiert.

Prof. Dr. sc. mus. Gitta Strehlow
Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Institut für Musiktherapie. Musiktherapeutin in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im AGAPLESION Bethesda Krankenhaus Hamburg-Bergedorf. Wissenschaftlicher Beirat DMtG. Veröffentlichungen zu den Themen Musiktherapie und Psychotraumatologie, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Psychodynamik und Mentalisierung.

Spielen – Hören – Spielen – Sprechen
Mentalisieren ist eine imaginativ-fantasievolle Tätigkeit, die in der Musiktherapie auf unterschiedliche Weise gefördert werden kann. Der Vortag verbindet theoretische und klinische Aspekte. Zu Beginn wird die Verwendung des Mentalisierungskonzepts in der Musiktherapie durch nationale und internationale Beiträge aufgezeigt. Prämentalistische Modi, implizites und explizites Mentalisieren sowie Alliance Rupture und Repair Prozesse werden mit Hilfe von Fallvignetten aus der psychiatrischen Gruppenmusiktherapie vorgestellt. Abschließend werden Grenzen des Konzepts in Bezug auf die Musiktherapie diskutiert.

Ljiljana Winkler (MA)
Sopranistin, Musiktherapeutin, Dozentin für Gesang und für vokale Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum/Musiktherapie der Univ. Augsburg. Umfangreiche Bühnenerfahrung: Opern, Operetten, Liederabende, Konzerte, Kirchenmusik von Alter Musik über Klassik bis Jazz und zeitgenössische Musik im In- und Ausland, u. a. in New York.

Dr. phil. Alfred Walter
Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in eigener Praxis. Dozent und Supervisor, u. a. im Ausbildungsgang Musiktherapie am Leopold-Mozart-Zentrum der Univ. Augsburg und am Freien Musikzentrum. Zahlreiche Veröffentlichungen und internationale Vortragstätigkeit. Langjährige Zusammenarbeit mit P.M.v.d. Nahmer und L. Winkler, u. a. als Librettist.

»Nichts hab’ ich gesucht als Dich« –
Transformation von Psychischem in Musik und Sprache
Anhand exemplarischer Passagen der im Oktober 2022 in Saarbrücken uraufgeführten Mono-Oper »Nichts hab’ ich gesucht als Dich« – ein Zitat aus dem Briefwechsel zwischen Heloise und P. Abaelard – wird das Tagungsthema »Mentalisieren und Musik« musikalisch zu Gehör gebracht und reflektiert. Neben dem Erleben über das eigene Hören und dem gemeinsamen Nachspüren werden die verschiedenen Mentalisierungsschritte von der literarischen Quelle des Briefwechsels des berühmtesten Liebespaares des 12. Jahrhunderts zum Libretto und dessen musikalischer Umsetzung nachgezeichnet als eine Mentalisierung in actu.

Gudrun Bassarak
Musiktherapeutin (DMtG), Systemische Therapeutin (SG), Systemische Kinder- und Jugendlichentherapeutin (DGSF), »EBQ«-zertifiziert, GIM-Therapeutin (Fellow of AMI and EAMI), Heilpraktikerin für Psychotherapie, Beratende Fachkraft im Kinderschutz (nach § 8a SGB VIII), Autorin, Musikerin in Schwerin.

Von Schokokanonen und Fischen in der Basstrommel –
Mentalisieren in der Musiktherapie mit Kindern
Im Vortrag wird anhand von Fallvignetten aus der Praxis der Frage nachgegangen, ob und wie sich Vorgehensweisen und theoretische Aspekte der MBT für Kinder mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen sowie schweren psychischen Beeinträchtigungen in der musiktherapeutischen Praxis anwenden lassen. Wie können beispielsweise Kinder psychotherapeutisch unterstützt werden, die keine adäquate markierte Spiegelung durch ihre Eltern bzw. Bezugspersonen erfahren haben, deren Fähigkeiten zum Als-ob-Spiel nicht oder noch nicht entwickelt sind oder die sich sprachlich nicht äußern können? Wie stellen sich Zusammenhänge zwischen der Entwicklung der Mentalisierungsfähigkeit und der Empathiefähigkeit dar? Wie können Aspekte der MBT zur Unterstützung von Eltern und Bezugspersonen beitragen?

Dr. rer. medic. Bernd Reichert
Dipl.-Musiktherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Stellvertretender Leiter des Bereichs Psychosomatik der Allg. Pädiatrie am Universitätsklinikum Münster, arbeitet dort als Musiktherapeut und fallführender Psychotherapeut. Langjähriger Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Klinische Musiktherapie Münster, Dozent an einem Ausbildungsinstitut für Psychotherapie.

Spielen und Sprechen mit Jugendlichen
In Musiktherapien mit Jugendlichen in der pädiatrischen Psychosomatik ist die gemeinsame Improvisation ein wichtiger Handlungsraum. Vor dem Hintergrund des Mentalisierungskonzeptes sollen die dabei aufkommenden Fragen des Sinn-Verstehens solcher musikalischen Gestaltungen beleuchtet werden. Mentalisieren als eigentlich sprachlich vermittelter Prozess muss im Rahmen musiktherapeutischen Handelns möglicherweise anders gedacht werden. Auf welcher Ebene gibt es Veränderungsprozesse und wie kann man sie wahrnehmen und verstehen? Worüber kann in welcher Art und Weise gesprochen werden, und worüber auch nicht? Wie verhält es sich mit Songwriting oder musiktherapeutischen Kompositionen? In Bezug auf somatoforme Störungen und körpersymptomatische dissoziative Erkrankungen werden die Chancen und Begrenzungen im- und expliziten Mentalisierens in einer musiktherapeutischen Behandlung untersucht.

Veranstaltungsort
Freies Musikzentrum, Ismaninger Straße 29, 81675 München

Tagungsgebühr
Gebühr (auch für Mitglieder DMtG) 120,– €
Ermäßigt laut AGB 97,– €
Beobachtende Online-Teilnahme 80,– €

Anmeldung und Anmeldeschluss
Anmeldeschluss ist der 4.2.2024. Bitte melden Sie sich bis zu diesem Termin schriftlich unter Angabe der Kursnummer 23HF100 und mit einer Einzugsermächtigung für den Kursbetrag an. Bitte beachten Sie, dass zu diesem Zeitpunkt die Tagung oft bereits ausgebucht ist. Bei nicht ausreichenden Anmeldungen bis zum Anmeldeschluss behält sich die Tagungsleitung jedoch vor, die Veranstaltung – unter Rückerstattung der bezahlten Gebühr – abzusagen.
Mindeste Teilnehmerzahl 60

Die diesjährige Fachtagung Musiktherapie ist in Präsenz ausgebucht. Wegen des großen Interesses richten wir eine beobachtende Online-Teilnahme ein. Die Gebühr für die Online-Teilnahme ist 80 Euro. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter Kursnummer 23HF104 an.

Stornierung
Bei Stornierung durch die Teilnehmer:innen bis zum Anmeldeschluss wird die Teilnahmegebühr abzüglich 20,– € Bearbeitungsgebühr zurück überwiesen.
Bei Stornierung nach dem Anmeldeschluss ist eine Erstattung nicht möglich.
Irrtümer und Änderungen sind vorbehalten.

Download als pdf
> Musiktherapie-Tagung 2024
»Hören, Spüren und Bedenken – Mentalisieren in der Musiktherapie«

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BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie

Leitung: Monika Baumann, Dr. Andreas Wölfl
Ansatz: Musiktherapie als tiefenpsychologisch fundiertes Psychotherapie-Verfahren
Dauer: 3 1/2 Jahre (7 Semester) in Form von Wochenend- und Blockveranstaltungen

Aufnahmevoraussetzungen

  • Hochschulreife (ggf. ist Zulassungsprüfung möglich)
  • geeigneter Vorberuf mit Berufserfahrung
  • Mindestalter 26 Jahre
  • musikalische und persönliche Eignung
    (wird in einem Aufnahmeverfahren geprüft)

Ziel
Über die Integration musiktherapeutischer Arbeitsweisen in den Grundberuf wird eine Befähigung zur selbständigen musiktherapeutischen Tätigkeit vermittelt.

Abschluss
Zertifikat mit detailliertem Fächerspiegel, Praktika, Thema der Abschlussarbeit.

Zertifizierung
Von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) als Voraussetzung zur Zertifizierung »Musiktherapeut/in DMtG« anerkannt. Von der bayerischen Psychotherapeutenkammer als Fortbildung anerkannt (ca. 250 Punkte jährlich).

Bewerbung: bis 30. Juni 2025

Aufnahmeprüfung: 1. August 2025

Ausbildungsbeginn: 10Oktober 2025

Kosten
42 monatliche Raten á 275,– €
zzgl. der Kosten für Einzel-Lehr-Musiktherapie und
Einzel-Lehr­Supervision in Höhe von ca. 2.200,– € jährlich.
Prüfungsgebühren: Aufnahmeprüfung 95,– €,
Zwischen- und Abschlussprüfungen je 165,– €
Änderungen vorbehalten

Dozent:innen
M. Baumann, M. Berkmann, J. Bosse, G. Engert-Timmermann, S. Grill, L. Hunziker,
N. Neumann, Prof. Dr. M. Sack, D. Schmeer, Dr. S. Schulz, S. Siebert,
Prof. Dr. T. Timmermann, D. Westphäling, Dr. A. Walter, Dr. A. Wölfl, H. G. Wolf und weitere

Information und Beratung
Dr. Andreas Wölfl , Tel: 089 - 20 20 76 22, awoelfl@freies-musikzentrum.de
Monika Baumann: mbaumann@freies-musikzentrum.de

Ausführlicher Lehrplan und Informationen über Dozenten und Inhalte
der berufsbegleitenden Ausbildung als pdf >> Curriculum

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BWM – Berufsbegleitende Ausbildung Musiktherapie zuschicken.
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Weiterführender Link
www.musiktherapie.de

Musiktherapie Fachtagung

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>> Musiktherapie-Tagung 2024
»Hören, Spüren und Bedenken – Mentalisieren in der Musiktherapie«

>> Alle Themen der jährlichen Fachtagungen Musiktherapie seit 1993

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> Seminarreihe: Musiktherapeutische Elemente
im psychotherapeutischen Behandlungsprozess

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